Sonntag, 29. Mai 2022
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Bundesinnenministerin Nancy Faeser rät zu eigenen Notvorräten

Notvorräte zur Krisenvorsorge

Die Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs alle BürgerInnen zum Anlegen von Notvorräten aufgerufen. Mögliche Cyberattacken oder längere Stromausfälle könnten zur Beeinträchtigung der kritischen Infrastruktur beitragen, antwortete Faeser in einem Interview mit dem „Handelsblatt“.

Die Bundesinnenministerin beruft sich dabei auf das unterstellte Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Bei einem „Blackout“ bleiben die Supermärkte und Tankstellen geschlossen. Auch Kühlschränke fallen aus — und je nach regionalen Gegebenheiten kommt auch kein Trinkwasser mehr aus dem Wasserhahn.

Um die Zeit bis zur Umsetzung einer staatlichen Hilfe zu überbrücken, ist es sinnvoll, einen Lebensmittel- und Getränkevorrat zu Hause aufzubewahren.

Notbevorratung für den Krisenfall

Das BBK gibt folgende Ratschläge für die Zusammenstellung eines Vorrats:

  • Essen und Trinken für 10 Tage.
  • 2 Liter Flüssigkeit pro Person und Tag
  • 2.200 kcal pro Person und Tag
    • Getreide, Getreideprodukte, Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis
    • Gemüse, Hülsenfrüchte
    • Obst, Nüsse
    • Milch, Milchprodukte
    • Fisch, Fleisch, Eier, Fette, Öle
    • Sonstiges
  • Hinweise zur Lagerung beachten
  • Haustiere miteinbeziehen
  • Vorrat allmählich aufbauen

Ausser der Basisversorgung ist es auch sinnvoll ein Rundfunkgerät mit Batteriebetrieb und Reservebatterien zu bevorraten. Bei Stromausfällen können Smartphone und Laptop nicht über die Steckdose aufgeladen werden.

Auch an die Gesundheit denken
Die Hausapotheke sollte überprüft werden. So ist es wichtig, immer einen Vorrat der vom Arzt verordneten Medikamente da zu haben. Ein Verbandskasten, Desinfektionsmittel, Fieberthermometer, Mittel gegen Durchfall und Insektenstiche sind sinnvoll.

Bevorratet werden sollten auch Hygieneartikel wie Seife, Waschmittel und Zahnbürsten — alles im Urlaub mitgenommen wird. Toilettenpapier und Müllbeutel sollten für 10 Tage ausreichend vorhanden sein.

Vorsorge für den Black-Out
Fällt der Strom aus, fehlt auch abends das Licht. Kerzen, Streichhölzer und Taschenlampen helfen. Zum Kochen können Brennstoffe für Campingkocher problemlos bevorratet werden.

Dokumente und Unterlagen sichern
Alle wichtigen Dokumente und Unterlagen sollten strategisch zusammengestellt und bereitgehalten werden. Wer besonders sicher gehen möchte, bewahrt die Unterlagen auch in Kopien und in einem brandgeschützten Behälter auf.

Mit diesen Hinweisen und den Warnsystemen des Bundesamt für Bevölkerungsschutz ist man für den Krisenfall und für einen Blackout gut vorbereitet.

Weitere Informationen:

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK): www.bbk.bund.de