Donnerstag, 24. September 2020
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Digitaler Kaltstart in das Jahr 2020

Das neue Jahr 2020

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein Frohes und Gesundes Neues Jahr 2020!

Die Neukölln Nachrichten und das Mediennetzwerk Berlin starten unter erschwerten Bedingungen in den Januar, denn das Neue Jahr 2020 bringt viele verändernde Rahmenbedingungen für die Redaktion.

Sicher geglaubte Veränderungen wie etwa die ePrivacy-Verordnung lassen noch auf sich warten. Über deren künftige Form gibt es nun plötzlich mit der neuen EU-Kommission große Unsicherheiten, die auch bisherige Planungen zum Datenschutz in Frage stellen.

Gleichzeitig müssen Konsequenzen aus einer sich wandelnden Mediennutzung und einer veränderten Berliner Medienlandschaft gezogen werden. Die bisherige Plattformstrategie hat sich im Ansatz bewährt und wird nun mit einem mittelstandsfreundlichen und fairen anzeigio-Anzeigensystem und reichweitenstarken Marktplätzen weiter ausgebaut.

Lokale Kultur- und Kreativwirtschaft, lokaler Handel und lokales Handwerk und gute Arbeit sollen sich lohnen – lokale Wertschöpfung und Klima- und Umweltschutz sollen gefördert werden.

So wird mit einem digitalen Kaltstart in das neue Jahr gestartet: kühle Systemanalyse und Arbeit hinter den Kulissen bestimmen die nächste Zeit.

Die Roadmap für das Jahr 2020 wird am 8. Januar veröffentlicht – bis dahin bitte ich noch um etwas Geduld.

Michael Springer
Herausgeber


Digitale Baustellen im Mediennetzwerk Berlin im Januar 2020

Ablösung von Windows 7
Die bevorstehende Ablösung des Betriebssystems Windows 7 ab Mitte Januar 2020, sorgt für grundlegende technische Veränderungen. Alle Systeme und Arbeitsprozesse sind neu auf den Prüfstand. Statt eines geplanten optimistischen Starts in das Neue Jahr, sind seit Mitte Dezember Systemanalyse, Migrationsplanung und Re-Design auf der Agenda.

Die interne Umsetzung der Anforderungen der Datenschutzgrundverordnung erweist sich als ständige Service-Aufgabe, die jeweils vierteljährliche Datenschutz-Audits erforderlich macht.

Neues ganzheitheitliches IT-Sicherheitskonzept
Die Aufgaben der Presse, Presserecht, Quellenschutz und Datenschutz stehen in Spannungs- und Widerspruchsverhältnissen: Daten zur Veröffentlichung und Nichtveröffentlichung, Daten mit Quellenschutz und betriebswirtschaftliche Daten benötigen getrennte Systeme. Weder der Gesetzgeber, noch die Datenschutzbeauftragten der Länder haben dies bisher berücksichtigt.
Für Zeitungsredaktionen gibt es noch kein Standard-Datenschutzmodell. Unter Wahrung des Medienprivilegs müssen daher Abwägungen vorgenommen und systemische Funktionstrennungen geplant werden. Zum Schutz gegen ungebetene Zugriffe von außen, werden wichtige Systembereiche mit individuellen Need-to-Know-Konfigurationen ausgestattet.

Neue Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) ab 7. Januar 2020
Mit Wirkung vom 7. Januar 2020 treten neue Allgemeine Geschäftsbedigungen (AGB) in Kraft. Die Datenschutzakkreditierung ist damit künftig verbindlich. Vorhaltekosten, Kosten der internetöffentlichen Archivierung und Redaktionskosten werden jeweils nach individuellen Service-Level-Agreement (SLA) kontiert und berechnet.
Journalistische Leistungen werden damit künftig nur noch nach kostenpflichtiger Akkreditierung und vorliegender Budget-Deckung ausgelöst. Presseanfragen bleiben weiterhin kostenfrei.

Anpassung der Preisstandards an tatsächliche Transaktionskosten und Klimaschutzkompensationen
Die Transaktionskosten einer journalistischen Bearbeitung (incl. Fahrkosten, Spesen, Zeitaufwand) und Veröffentlichung werden künftig an die Konditionen von visitberlin, von berlin.de und dem ots-Netzwerk bzw. OTS-International und PR Newswire angepasst.
Die Anpassung an die allgemeinen Preisstandards ist die Basis für eine weitere Professionalisierung und den personellen Ausbau des Mediennetzwerks Berlin. Gleichzeitig werden Klimaschutz-Komponenten im Preisystem eingebaut.

Ermäßigungen nur bei mildtätigen Organisationen
Kostenerstattungen werden nur noch auf Antrag für direkt und unmittelbar mildtätige Organisationen gewährt. Gemeinnützige Zwecke werden nicht mit prekärer Arbeit von Journalisten gefördert.

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