Mittwoch, 05. Oktober 2022
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Charta für Stadtgrün, Atlas für Umweltgerechtigkeit und Gemeinwohlbilanzen: alles nur Makulatur?

Zierkirsche verdorrt in der Hitze

Das Internetangebot des Landes Berlin hat über 700.000 Seiten, mit einer kaum noch überschaubaren Menge an Regeln, Gesetzen, Erklärungen, Agenden und Chartas.
Zentrale Bausteine der Umwelt-, Klimaschutz- und Grünpolitik sind die Charta für Stadtgrün, der Atlas für Umweltgerechtigkeit und erste Versuche von Gemeinwohlbilanzen in Umwelt- und Naturschutzbehörden.

In der Zeit der Hitzetage, in historisch einzigartigen Dürrezeiten, mit Verdunstungsraten von 140 mm und Temperaturen an der 40°C-Marke, ist es notwendig, kühlen Kopf zu bewahren, und die „papierne und digitale Berliner Politik“ konstruktiv zu hinterfragen.

Was passiert, wenn Stadtbäume in diesen Notzeiten nicht über staatliche Verantwortung abgesichert werden, und keine Notbewässerung bekommen? — Wie entwickelt sich das Berliner Stadtgrün, wenn die Berliner Stadtbaumbilanz nur nach Stückzahlen, nicht aber nach ökologischer und stadtklimatischer Leistungsfähigkeit bilanziert wird?

Aufschluss bringt ein Beitrag in der Treptow-Köpenick Zeitung, der zentrale Bausteine der Berliner Stadtpolitik und populäre Bilanzierungsmethoden in Frage stellt:

Gemeinwohlbilanz mit schwindenden Baumkronen-Volumen?