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Alte Nachrichten aus Europa #1: Hochwasser

Europa - der Lack ist ab!

Brüssel, den 13. Oktober 2003 | Pressemitteilung – Europäische Kommission

Überschwemmungen gehören zu den verbreitetsten Naturkatastrophen in Europa. In den letzten Jahrzehnten gab es in unserem Erdteil fast jedes Jahr irgendwo eine größere Überschwemmung. Heute hat der europäische Forschungskommissar, Philippe Busquin, Dresden besucht, das von einer der schwersten Hochwasserkatastrophen in Mitteleuropa seit dem Mittelalter heimgesucht wurde. Aus diesem Anlass legte die Europäische Kommission im Ständehaus Dresden die Ergebnisse einiger wichtiger einschlägiger Forschungsprojekte vor, die untersucht hatten, wie solche Katastrophen besser verhindert, vorhergesagt, gemildert und gehandhabt werden können. Im Zeitraum 1980-2002 ereigneten sich die meisten Überschwemmungen in Frankreich (22 %), Italien (17 %) und dem VK (12 %). Am meisten Todesopfer gab es in Italien (38 %), gefolgt von Spanien (20 %) und Frankreich (17 %). Die größten wirtschaftlichen Verluste erlitten Deutschland und Italien (beide 11 Mrd. €), gefolgt von Spanien und dem VK (beide rund 6 Mrd. €). Im letzten Jahrzehnt leitete die EU rund 50 einschlägige Forschungsprojekte ein, für die in Bereichen wie Abschätzung des Überschwemmungsrisikos, Kartierung der Hochwassergefahr, Hochwasservorhersage und angepasste Flächennutzungsplanung 58 Mio. € zur Verfügung standen. Derzeit entwickelt die Kommission ein europäisches Flutwarnsystem (EFAS).

„Aus wissenschaftlichen Untersuchungen geht hervor, dass große Überschwemmungen häufiger und ernster werden und dass wir immer mehr mit schwer wiegenden Phänomenen wie dem letztjährigen Hochwasser in Mitteleuropa und der Dürre in diesem Sommer rechnen müssen“ erklärte der Kommissar Busquin. „Solche extremen Ereignisse wirken sich zwangsläufig auf die Wirtschaft und das Leben der Bürger Europas aus. Wir müssen – auf europäischer, nationaler, regionaler und lokaler Ebene – gemeinsam handeln, um künftige Hochwasserschäden zu verhüten und zu mildern.Wir müssen lernen, mit dem Hochwasser zu leben, und mehr vorbeugend denken und handeln, um die Auswirkungen künftiger Überschwemmungen zu begrenzen. Die Forschung muss verstärkt werden, um den Hochwasserschutz und die frühzeitige Hochwasservorhersage zu verbessern.“

Weitere Informationen und weiterführende Links:

https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/IP_03_1381


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