Montag, 28. September 2026
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Rattenbefall am Schmiedeteich in Alt-Rudow

Rattenbefall am Schmiedeteich

Ratten leben in Berlin vorwiegend im Untergrund, und können sich durch kleinste Spalten zwängen. Sie haben einen hervorragenden Geruchssinn, mit dem sie Nahrungsspuren über große Entfernungen aufspüren können. Ratten können auch gut klettern, schwimmen und tauchen, und sie können sich daher mühelos auch in der Kanalisation fortbewegen.
Meist legen Ratten ihren Bau unter der Erde an, sie bauen jedoch ihre Nester auch unter Fußbodendielen, unter Strohhaufen, in Sperrmüll und unter Warenstapeln.

In Berlin sind Ratten praktisch allgegenwärtig zu Hause. Sie finden als Allesfresser immer irgendeine verläßliche Nahrungsquelle. Sie ernähren sich vor allem von Lebensmittelresten, aber auch von Samen und Früchten in Grünanlagen. Das Kanalisationsnetz der Stadt bietet Ratten zudem viele ungestörte Rückzugsmöglichkeiten. Mit dem Schwammstadt-Konzept wird der unterirdisch verzweigte Lebensraum sogar noch erweitert.

Hohe Vermehrungsrate

Ratten vermehren sich sehr schnell. Schon im Alter von sechs bis acht Wochen sind Ratten geschlechtsreif, die Tragezeit beträgt nur wenige Wochen. Ein Wurf umfasst dabei zwischen acht bis zwölf Jungen. Ein Rattenpaar kann also 100 bis 150 Nachkommen in einem Jahr zeugen. Die Lebensdauer einer Ratte beträgt dabei ca. vier Jahre. Werden Ratten nicht bekämpft, droht eine Massenplage.

Gefährliche Überträger von Infektionskrankheiten

Ratten können viele Infektionskrankheiten übertragen und sind auch als Überträger von Tierseuchen gefürchtet. Für den Menschen sind insbesondere Hepatitis, Tuberkulose, Tollwut, Fleckfieber, Salmonellen, Typhus, Toxoplasmose und Cholera gefährlich. Bei Tierseuchen zählen Maul- und Klauenseuche, Schweine- und Geflügelpest zu den gefährlichen Infektionen. Konkret ist vor allem der Übertragungsweg von Urin und Kot auf gelagerte Lebensmittel und Tierfutter die Hauptgefahr.

Enten füttern — ein Kinderspiel mit Folgen

Das Füttern von Enten und anderen Wasservögeln ist bei allen Eltern und Großeltern beliebt, um Kleinkinder zu erfreuen. Leider sorgen die ausgebrachten Futtermittel wie Haferflocken, Brotreste und Futterstreu immer auch für eine Versorgung von Ratten.
Insbesondere Uferzonen mit Wurzelwerk bieten ideale Voraussetzungen für die Besiedlung durch Ratten. Am Schmiedeteich in Alt-Rudow kann man alltäglich mindestens zwei verschiedene Rattenfamilien beobachten, wie sie zum Teil ohne Scheu zwischen den Enten umherlaufen.
Ob sie auch Enteneier und Entenküken gefressen haben, ist nicht erkennbar. Erkennbar ist nur: es gibt aktuelle keine Jungenten im Schmiedeteich.

Offenbar gut versorgt mit Vogelfutter, siedelt eine der Rattenpopulationen nur rund 10 Meter entfernt vom Bürgerbüro von Dr. Franziska Giffey in der Uferböschung des Schmiedeteichs.

Das Gesundheitsamt wird nach dem Lesen dieser Meldung sicher tätig werden, und ähnlich wie am 26. Juni 2025 eine „Allgemeinverfügung“ erlassen, bis eine Rattenbekämpfung durchgeführt ist.

Rat für Anwohner und Familien mit Kindern

In der Allgemeinverfügung wird erneut formuliert werden, was wirksam gegen Rattenbefall hilft:

„Das Füttern von Ratten sowie das Auslegen von Futtermitteln, Lebensmitteln oder
sonstigen essbaren Sachen, die zum Anlocken beziehungsweise Füttern von Ratten
geeignet sind, wird untersagt.“

„Vögel oder andere Tiere (zum Beispiel Haustiere) dürfen nur derart gefüttert werden,
dass ein Herankommen von Ratten an die Futterstelle oder an herabfallendes Futter
nicht möglich sind. Für Ratten zugängliches Futter und Futterreste sind nach der
Fütterung unverzüglich zu beseitigen.“

Der Bereich des Schmiedeteichs muss voraussichtlich für die Zeit der Bekämpfungsmaßnahmen für Kinder und Eltern abgesperrt werden.

Hinweise für die Redaktion: info@neukoelln-nachrichten.de