Dienstag, 15. September 2026
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Möhrchen-Hausaufgabenheft für die Grundschule

„Möhrchenhefte“

Die Schüler:innen der Klasse 3d der Bruno-Taut-Grundschule in Britz haben zum Start des neuen Schuljahrs am Montag, 24. August 2026 von Bezirksstadträtin Janine Wolter, Bildung, Kultur und Sport und Bezirksbürgermeister Martin Hikel exemplarisch das Möhrchen-Hausaufgabenheft überreicht bekommen.

In diesem Jahr haben 2800 Neuköllner Schüler:innen der Jahrgangsstufe 3 das kostenfreie nachhaltige Hausaufgabenheft des Bezirks erhalten. Das Heft rund um Comic-Möhre Kiki Karotte beinhaltet Themenseiten mit Wissen, Spielen und Bastelanleitungen. Die Schülerinnen und Schüler lernen damit, wie sie Natur, Menschen und Klima schützen können, wie Nachhaltigkeitsthemen in ihrem Alltag auftauchen und welche Handlungsmöglichkeiten sie haben. Natürlich gibt es im Heft auch Wochenseiten für die Hausaufgaben, die helfen, organisiert durch den Schulalltag zu kommen.

Das Bezirksamt verteilt die nachhaltigen Hausaufgabenhefte bereits zum achten Mal in Folge an Neuköllner Grundschüler:innen.

„Möhrchenhefte“ – ein kreatives Verlagsprodukt

Idee und Konzept der „Möhrchenhefte“ stammen übrigens aus Thüringen, von einem kleinen inhabergeführten Verlag.
Das Konzept des Verlages ist sehr erfolgreich, denn die Hefte werden speziell für Städte und Gemeinden konzipiert und gedruckt. — So können für überschaubare Kosten „Nachhaltigkeitsprojekte“ in Ämtern und Gemeinden aufgelegt werden.
Beim Thüringer Verlag können auch weitere Auflagen und Heftreihen nachbestellt werden. Außerdem gibt es weitere Produkte, wie Hörspiele, Rätselhefte und Postkarten.

Pressemitteilung mit Pressebild-Download: „Fatal Error“

Die Pressemitteilung vom 25.08.2026 enthält erstmals ein „Pressebilddownload“ per PDF-Datei. Es zeigt „Die Klasse 3d der Bruno-Taut-Grundschule mit Möhrchenheften zusammen mit Bezirksbürgermeister Martin Hikel und Bildungsstadträtin Janine Wolter.“

Ohne Verweis auf die Herkunft des Verlagsproduktes wird hier ein falscher Eindruck erweckt und als Bezirksamtsinitiative ausgegeben. Zudem drückt man sich um die Kosten von Presse-Fotografen herum, die nach geltenden BDZV-/DJV-Tarifvertrag zu zahlen sind. Ein Foto-Urheber wird nicht genannt. Die Kinder auf dem Foto werden damit ungehindert „Trainingsdaten für KI-Systeme.“

Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) und Bildungsstadträtin Janine Wolter (SPD) weiten damit ihre „amtliche Tätigkeit“ in den klassischen Aufgabenbereich von Lokaljournalisten hinein aus.

Da das Land Berlin von allen Wirtschaftsunternehmen „Tariftreue“ anfordert, gilt dies natürlich auch im Umkehrschluss für die Bezirksämter in Berlin. Lokaljournalismus muss finanziert werden und durch adäquate Werbeschaltungen oder Zuschüsse ermöglicht werden.

Das Land Berlin hält zudem das IDTZ-Berlin als Betreiber des Stadtportals berlin.de nur mit Kassenkrediten liquide und steht damit angesichts der aktuellen Hackerangriffe auf fragilen wirtschaftlichen und haushaltsrechtlichen Beinen. Das Bezirksamt Neukölln und das Land Berlin wandeln in der Digitalisierung auf dünnem Eis, denn es mangelt nicht an Geld! Es gibt „parteipolitische Verhaltensökonomien“ in Berlin, die „Gewaltenteilung“ vermeiden bzw. kurzschließen.
Angesichts der finanziellen Dimensionen in Berlin und direkter und mittelbaren Schäden zu Lasten des EU-Haushalts, könnte daraus ein Fall für die EU-Staatsanwaltschaft (www.eppo.europa.eu) werden.

In jedem Fall erwächst hier ein Konflikt zwischen Presse-Regulierung, Presse- und Informationsfreiheit sowie Kreativ- und Kulturwirtschaft, die mehr und mehr durch staatliche Hyperaktivität wirtschaftlich eingeengt wird.
Michael Springer, Herausgeber