Freitag, 05. Juni 2020
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„Lilienthalweg“ in der Hasenheide wird saniert

Denkmal für die Trümmerfrauen

Das Bezirksamt Neukölln wird ab Ende April den „Lilienthalweg“ sanieren. Der bestehende wassergebundene Weg zwischen der „Trümmerfrau“ in der Hasenheide und der Apostolischen Nuntiatur wird auf einer Länge von 450 Metern ausgebaut und durch einen gepflasterten Weg ersetzt.

Die Nutzbarkeit des Weges für Fuß Gehende, Sporttreibende und Radfahrende wird damit verbessert. Bislang ist der Weg nach Regenfällen kaum benutzbar, da sich Spurrillen und große Wasserlachen bilden.

Bezirksbürgermeister Martin Hikel sagte dazu: „Die Hasenheide ist die grüne Lunge im Norden des Bezirks und wird von Tausenden tagtäglich genutzt. Mit steigenden Investitionen in die Hasenheide wollen wir den Volkspark für alle Berliner*innen besser erlebbar machen. Auch deshalb ist die Sanierung des Verbindungswegs nach Kreuzberg ein wichtiges Symbol.“

Während der bis Ende Juli geplanten Bauarbeiten wird der „Lilienthalweg“ nicht nutzbar sein. Radfahrende und zu Fuß Gehende können während dieser Zeit auf die Protected Bike Lane entlang der Hasenheide ausweichen. Der nächstgelegene Eingang in die Hasenheide befindet sich während der Bauarbeiten auf Höhe der Graefestraße am Minigolfplatz. Die Baumaßnahme kostet insgesamt etwa 250.000 Euro.

Wassergebundene Decke – was ist das eigentlich?

Die wassergebundene Decke, ist eine Deckschicht ohne Bindemittel (Kürzel: DoB), die aus einem kornabgestuften Mineralgemisch besteht. Früher wurde dafür ein Schlacke-Lehm-Gemisch (schwarz) verwendet. Auch gebrochenes Natursteinmaterial mit Splitt und Schotter und Lehm wird eingesetzt. Optisch wirkt lehmgelber „Promenaden-Grand“ am Besten.

Sehr kostengünstig sind Recycling-Materialien aus Betonbruch und Feinkornanteilen (grau), die leider auch Glassplitter enthalten können.


Bei Regen werden die Feinkornanteile ausgewaschen, die Grobkörner übernehmen dann die Tragefunktion.

Wird das Grobkorn mit Blättern und Fallaub im Herbst entfernt, verliert die wassergebundene Decke ihre Tragfähigkeit. Werden Laubblasgeräte eingesetzt, wird das Tragkorn vom Weg geblasen. Fehlende und falsche gärtnerische Pflege sorgt so für Pfützenbildung und neue Spurrillen, weil das „Stützkorn“ und die Tragfähigkeit nach und nach verloren geht.

Die ökologischen Vorteile der wassergebundenen Decken: sie lassen Regenwasser versickern. Dazu sind sie kostengünstig herstellbar.

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