Donnerstag, 05. August 2021
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Geflügelpest: Pflicht zur Aufstallung verlängert

Hühnerhaltung

In Berlin sind in der aktuellen Saison bislang 19 Fälle der Geflügelpest aufgetreten. Der Erreger H5N8 wurde bei 18 Wildvögeln in Treptow-Köpenick, Friedrichshain-Kreuzberg, Charlottenburg-Wilmersdorf, Reinickendorf, Pankow, Spandau, Neukölln und Steglitz-Zehlendorf und bei einem Tier in einer Hausgeflügelhaltung in Treptow-Köpenick nachgewiesen.
In Berlin trat die Geflügelpest zuletzt im Winter 2016/2017 bei knapp 60 Wildvögeln auf. In Berlin sind derzeit knapp 1.400 Geflügelhaltungen registriert. Die meisten Bestände sind private Kleinhaltungen.

Die Aufstallungspflicht wurde aktuell bis zum 15. Mai 2021 verlängert.

Geflügelhalter müssen die Tiere ist bis Mitte Mai in geschlossenen Ställen oder unter einer Vorrichtung zu halten. Die Ställe und Vorrichtungen müssen nach oben mit einer Abdeckung gegen Einträge gesichert sein. Außerdem müssen sie an den Seiten mit Schutzvorrichtungen versehen sein, damit Wildvögel nicht eindringen können.

Vorsicht bei Funden toter Wildvögel!
Wer tote Wasser-, Raben- oder Greifvögel findet, sollte den Fund den Veterinärämtern der Bezirke melden, damit die Tiere untersucht werden können. Kranke oder verendete Tiere sollten auf keinen Fall angefasst werden, auch Federn sollten nicht gesammelt werden. Im Unterschied zu Wasser-, Raben- oder Greifvögeln gelten Singvögel und Tauben als nicht besonders anfällig für den Geflügelpest-Erreger.

Risikobasierte Aufstallung von Geflügel in Brandenburg
Das Auftreten des hochpathogenen Influenzavirus H5N8 in der Wildvogelpopulation war Anlass für die Ausweisung von Risikogebieten, in denen die Aufstallungspflicht gilt.
Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg informiert über die geltenden Vorsorgemaßnahmen: Aviäre Influenza (Geflügelpest / „Vogelgrippe“).

Karten des Friedrich-Löffler-Instituts zur Klassischen Geflügelpest
Das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI) ist eine selbstständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es ist zentral für die Tierseuchenbekämpfung zuständig und stellt Übersichtskarten der bisher in Deutschland festgestellten HPAI-Infektionsfälle zur Verfügung.