Dienstag, 16. April 2024
Home > Aktuell > Pflegeberufe bleiben weiter unattraktiv

Pflegeberufe bleiben weiter unattraktiv

Gesund und aktiv älter werden

Im Jahr 2022 gab es 7 % weniger neue Ausbildungsverträge in der Pflege als im Jahr 2021. Zu diesem Ergebnis kam das Statistische Bundesamt bei seiner Erhebung im April 2023, die sich nun bestätigte.

Einmal Pflegefachfrau oder Pflegefachmann werden – diesen Wunsch hatten im Jahr 2022 rund 7% weniger Menschen in Deutschland als im Vorjahr.
Von rund 56.300 Neuverträgen im Jahr 2021 sank die Anzahl 2022 auf etwa 52.100.

Die Ausbildung zur Pflegefachkraft wurde im Jahr 2017 mit dem Pflegeberufereformgesetz (PflBRefG) ins Leben gerufen. Die dreijährige Ausbildung in Vollzeit sollte die bis dahin getrennten Ausbildungen als Gesundheits- und Krankenpfleger/-in, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-in sowie Altenpfleger/-in zusammenführen.
So hätte die ausgebildete Pflegefachkraft einen größeren Spielraum bei der Wahl ihres Arbeitsfeldes. Trotz dieses Vorteils sank die Zahl der Auszubildenden im letzten Jahr deutlich.

Frauen entscheiden sich gerne, beruflich anderen zu helfen

Die Auswertung des Statistischen Bundesamtes stellt fest, dass die Pflege weiterhin ein dominant weiblicher Beruf ist. Auch im Jahr 2022 schlossen vor allem Frauen einen Ausbildungsvertrag ab. Im Vergleich waren das mit 74% zwei Prozentpunkte weniger als im Vorjahr.

Die Angaben entstammen der amtlichen Datenerhebung auf Grundlage der Pflegeberufe-Ausbildungsfinanzierungsverordnung (PflAFinV) des Bundesministeriums für Gesundheit.

Weitere Ergebnisse zur Statistik nach der Pflegeberufe-Ausbildungsfinanzierungsverordnung bietet die Themenseite „Berufliche Bildung“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.

Der Personalmangel in der Pflege droht sich damit weiter zu verschärfen.

Weitere Informationen:

www.bundesgesundheitsministerium.de

www.destatis.de