Samstag, 26. September 2020
Home > Berlin > Köpenick: Salvador-Allende-Viertel wird wissenschaftlich untersucht

Köpenick: Salvador-Allende-Viertel wird wissenschaftlich untersucht

Salvador-Allende-Viertel

Das Allende-Viertel in Treptow-Köpenick ist Gegenstand einer wissenschaftlichen Untersuchung zum Thema „Nachbarschaften in Großwohnsiedlungen am Stadtrand“ an der Humboldt Universität zu Berlin. Die Untersuchung ist auch für Marzahn-Hellersdorf und für andere Trabantenstädte in Marienfelde, Lichterfelde, Neukölln, Spandau und Reinickendorf interessant.

Die Großwohnsiedlungen wurden in einer Zeit gebaut, als noch das Leitbild der Industriegesellschaft vorherrschte, in der der „Ernährer“ der Familie tagsüber zur Arbeit pendelte. Sind Familienväter jedoch arbeitslos, fehlt im Wohnviertel die Aufenthaltsqualität, um alternative Lebensperspektiven aufzubauen.

Der Leiter des bezirklichen Standortmarketing in Marzahn-Hellersdorf, Oleg Peters, brachte es nach seiner Meinung auf den Punkt: „In Marzahn wird es nie eine Kiez-Kultur geben.“

Es gibt jedoch heute viele neue städtebauliche Möglichkeiten, um Großwohnsiedlungen an neue gesellschaftliche Bedingungen und andere Ansprüche von Wohnen, Arbeit und Freizeit anzupassen und umzubauen. Die Konzepte müssen in Berlin noch weiterentwickelt und an den Klimawandel angepasst werden.

Mehr dazu ist in der Treptow-Köpenick-Zeitung zu finden.

Save this post as PDF