Lesen und Schreiben – nicht alle Menschen sind darin geübt! — Schon das Alphabet stellt heute in der vielsprachigen Lebensumwelt eine hohe Hürde dar. Aktuell sind geschätzt fast 300.000 Berlinerinnen und Berliner vor unüberwindliche Hürden gestellt, wenn Alltagstätigkeiten, amtliche Schreiben, E-Mails und Zeitungen Lesefähigkeiten erfordern. Selbst Notizen für die eigenen Kinder werden dann zum Problem.
Um auf passende Hilfsangebote aufmerksam zu machen, ist das ALFA-Mobil des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung e.V. (BVAG) am 25. September 2025 auf dem Alfred-Scholz-Platz (Karl-Marx-Str. 111, 12043 Berlin).
Von 14 bis 18 Uhr berät das Team gemeinsam mit dem Alpha-Bündnis Neukölln und dem Arbeitskreis Orientierungs- und Bildungshilfe (AOB) interessierte Neuköllner:innen, Angehörige und Betroffene und informiertüber Unterstützungsangebote.
Ehemalige Betroffene beraten mit
Die ALFA-Mobil-Aktionen werden von (ehemaligen) Betroffenen begleitet, die als Lernbotschafter:innen darüber berichten, wie sie sich fürs Lernen entschieden haben und dadurch Sicherheit im Lesen/Schreiben sowie mehr Selbstvertrauen gewonnen haben. So wird der Neuköllner Infostand am Alfred-Scholz-Platz am 25. September von Lernbotschafterin Ute Holschumacher aus Kreuzberg begleitet. Ihr Enkelkind gab ihr den Anlass, mit 51 Jahren noch einmal besser lesen und schreiben zu lernen.
Bezirksbürgermeister unterstützt die Aktion
Bezirksbürgermeister Martin Hikel sagte dazu: „Soziale Teilhabe an Gemeinschaft, Kultur und Demokratie setzt voraus, dass Menschen lesen und schreiben können. Lesen und Schreiben fällt aber manchen Erwachsenen sehr schwer – genauer gesagt jedem achten Erwachsenen in Deutschland, also auch vielen Menschen in Neukölln. Im Alfa-Bündnis Neukölln engagieren wir uns als Bezirk zusammen mit anderen Akteuren, um die Menschen dabei zu ermutigen und zu unterstützen diese Grundkompetenzen zu lernen. Das ALFA-Mobil macht es betroffenen Neuköllnerinnen und Neuköllnern und ihren Familien leicht, den ersten Schritt zu wagen und macht damit mehr Selbstbestimmung und Teilhabe möglich.“
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